Erster Zehlendorfer Gebrauchshunde-Sportverein

Welpenspielgruppe, Junghundegruppe, Agility, Obedience, THS, VPG, Fährte, Unterordnung

Service Artikel: Sportarten für aktive Hunde und Hundehalter

Bei allen Sportarten gilt: prüfen Sie was Ihnen und Ihrem Hund Spaß macht und überfordern Sie Ihren Hund nicht!

 

Agility
Beim Agility muss der Hund je nach Ausbildungsstand einen leichten (A1), mittleren (A2) oder schwierigen (A3) Parcours mit etwa 20 Hindernissen in einer vorgegebenen Reihenfolge und einem festgelegten Zeitfenster schnell und fehlerfrei bewältigen. Wichtig für den Erfolg bei diesem Sport ist neben einer soliden Grundausbildung des Hundes auch die saubere und eindeutige Führung durch den Hundehalter, eine intakte Bindung und gegenseitiges Vertrauen. Unterschieden wird zwischen A-Lauf (Parcours mit Kontaktzonengeräten wie der Wippe, dem Steg und der A-Wand) und dem Jumping (nur Hürden, Tunnel und Slalom). In einem Turnier wird stets beides abverlangt und gewertet. Die Sportart Agility wird auch in unserem Verein angeboten - mehr Informationen, Trainingszeiten und Preise finden Sie unter Agility.

Dogdancing
Beim Dogdancing "tanzen" Hund und Halter gemeinsam bei musikalischer Begleitung eine vom Hundeführer ausgearbeitete rhytmische Kür. Diese kann unterschiedlichste Elemente beinhalten, wie etwa Drehungen, Rückwärts gehen, Beinslalom uvm. Hier wird vorhandener Gehorsam mit Kunststückchen harmonisch vereint und dargestellt.

Dummytraining
Das Dummytraining ist besonders bei Retrievern beliebt und bekannt, kann aber von allen such- und apportierfreudigen Hunden erlernt werden. Das Dummytraining wird sowohl in sportlicher Hinsicht, als Jagdersatz oder - mit den entsprechenden Hilfsmitteln - auch als jagdvorbereitendes Training ausgeübt. Der Hund muss dabei drei wesentliche Aufgaben leisten: Markieren, Verlorensuche, Einweisen. Beim Markieren beobachtet der Hund das fliegende Dummy und merkt sich die Fallstelle, die beim Anfängerhund wenige Meter und bei fortgeschrittenen auch hundert Meter entfernt sein kann. Simuliert wird auf diese Weise z.B. das Fallen einer angeschossenen Ente (Arbeit nach dem Schuss). Auf einmaliges Kommando des Hundeführers rennt der Hund gezielt und auf direktem Wege (notfalls durch Flüsse oder Gräben hinweg) zur Fallstelle, holt das Dummy und bringt es unbeschadet zurück. Bei der Verlorensuche wird der Hund auf ein vorher verstecktes Dummy mit dem Kommando "Such verloren" geschickt. Bei dieser Variante weiß auch der Hundeführer nicht so genau, wo das Dummy liegt. Bekannt ist ihm lediglich das ungefähre Suchgebiet, in dass er seinen Hund mit einer entsprechenden Handbewegung, die ihm das Suchgebiet in etwa anzeigt, schickt. Der Hund sucht fortan gezielt und großflächig nach dem Dummy ohne weitere Hilfen vom Hundeführer zu erhalten. Ein gut ausgebildeter Hund orientiert sich nach dem Wind und sucht das ihm aufgezeigte Suchgebiet systematisch ab. Sollte er das Suchgebiet dennoch weiträumig verlassen wird er in der Regel durch Pfiff gestoppt und aus der Entfernung wieder in das Suchgebiet geschickt. Das gefundene Dummy wird zum Hundeführer apportiert. Beim Einweisen soll der Hund nicht selbstständig suchen, sondern sich durch den Hundeführer mittels Stimme, Körpersprache und Pfiffe auf das gewünschte Dummy lenken lassen. Der Hund kennt die Fallstelle des Dummys nicht, dafür aber der Hundeführer. Meistens beginnt das Einweisen mit dem "voran", der Hund läuft anschließend solange geradeaus bis der Hundeführer den Hund stoppt. Anschließend wird er entweder nach rechts oder nach links geschickt und an der Fallstelle mittels Kommando zum suchen und aufnehmen des Dummys animiert. Hier darf und soll der Hund wieder Eigeninitiative zeigen und das gefundene Dummy auf direktem Wege zum Hundeführer zurückzubringen. Das Einweisen setzt sich Anfangs aus kleinen Trainingseinheiten und kurzen Distanzen zusammen. Erst wenn der Hund genug Trainingseinheiten absolviert und Vertrauen gefasst hat lässt er sich wirklich gut lenken und über weite Distanzen arbeiten. Das Dummytraining setzt sich später aus allen drei Bereichen zusammen und kann beliebig gestaltet und kombiniert werden (nach dem Markieren wird der Hund erst auf ein anderes Dummy eingewiesen, darf anschließend erst die Markierung arbeiten; es sind mehrere Hunde beteiligt die nacheinander geschickt werden; es wird mit mehreren Dummys gearbeitet; Arbeit im schweren Gelände mit Hecken, Seen und Bäumen, etc.), so dass jede Trainingseinheit neue Aufgaben und Herausforderungen für den Hund bereithält und das Dummytraining damit sehr interessant macht.

Fährten
Es gibt mehrere Möglichkeiten mit dem Hund fährten zu gehen. Die klassische Fährtenarbeit findet sich etwa beim VPG, wo ein Fährtenleger eine Spur auf einer Wiese oder einem Acker legt, bei dem er auch Gegenstände platziert. Der Hund folgt anschließend den Bodenverletzungen bevorzugt mit tiefer Nase, ruhigen Schrittes und selbstständig. Aufgespührte Gegenstände werden verwiesen oder aufgenommen. Anders ist es beim Mantrailing, der Personensuche. Hier folgt der Hund gezielt einer menschlichen Geruchsspur, nicht mehr den Bodenverletzungen wie bei der klassischen Fährte. Beim Mantrailing sucht der Hund oftmals mit dem Wind und deswegen eher mit hoher Nase, aus diesem Grund läuft der Hund oft neben der eigentlichen Spur. Das Suchgebiet kann Wiese oder Wald sein, es kann die Strasse sein oder ein Gebäudekomplex. Mantrailer finden sich vor allem bei den Diensthunden der Polizei oder bei der Retttungshundearbeit. Aber jeder suchfreudige Familienhund kann zu einem kleinen Mantrailer werden. Versuchen Sie es einfach: lassen Sie die Bezugsperson des Hundes auf einem Feld im ganz normalen Schritt-Tempo vorgehen (ohne dass der Hund zugucken darf); die Person sollte sich verstecken, aber möglichst nicht gegen den Wind sonst wittert der Hund sie schon von weitem; gehen Sie anschließend mit dem angeleinten Hund an den Ausgangspunkt. Stimmt die Bindung zur "verlorenen Person" und hat der Hund Interesse an der Sucharbeit wird er der Spur folgen. Findet er die Zielperson spielt diese ausgiebig mit dem Hund. Trainieren Sie anfangs bitte mit kurzen Distanzen und leichten Untergründen (Wiesen, Rasen, Felder) und an Orten, wo keine anderen Leute laufen, um dem Hund den Einstieg zu erleichtern.

Flyball
Diese schnelle Sportart mit dem fliegenden Ball wird bevorzugt als Mannschaftssport ausgeübt, um gegeneinander anzutreten und die beste Zeit zu erzielen. Der Hund überwindet vier Hürden, betätigt den Hebel der Flyballbox, fängt den herausspringenden Ball und gelangt anschließend wieder über die vier Hürden ans Ziel.

Frisbee
Beim Hundefrisbee werden neben dem sicheren Fangen der fliegenden Frisbee (Mini Distance und Long Distance) auch akrobatische Tricks und Bewegungen (Freestyle) einstudiert. Gerade die Präsentation einer Kür bietet die größte Herausforderung für das Hund-Mensch-Team, das seine Kreativität in Bezug auf Choreografie und Wurftechnik beweisen muss. Wichtig bei allen Disziplinen aufgrund der mitunter spektakulären Sprünge ist ein gesunder leichter Hund, das passende ebenerdige Gelände und vor allem das Benutzen hundegerechter Frisbees, damit die Hundezähne dort bleiben wo sie hingehören.

Dogging
Als Dogging werden verschiedene sportliche Aktivitäten bezeichnet, die gemeinsam mit dem Hund unternommen werden. Darunter zählen beispielsweise Joggen, Walken, Radfahren und Schwimmen (für Hunde gibt es übrigens sehr gute Schwimmwesten, so dass auch längere Unternehmungen im Wasser mit Hund gestaltet werden können).

Longieren
Ein großer Kreis, abgesperrt mit Flatterband, innen der Hundeführer, außen der Hund - das ist die Longe. Mittels Körpersprache und Stimme lenkt der Hundeführer seinen Hund um den Kreis. Dabei werden nach und nach Schwierigkeiten eingebaut wie etwa Gehorsamsübungen (Sitz, Platz, Steh, Kehrt) oder auch Hindernisse, die auf dem Weg platziert werden und vom Hund überwunden werden müssen. Anfangs ist der Longenkreis noch klein, dieser kann aber fast beliebig vergrößert werden und schließlich, wenn der Hund das Longieren perfekt beherrscht, kann man das Flatterband allmählich abbauen und den Hund nur aufgrund gegebener Kommandos auf Distanz halten und um den nun imaginären Kreis schicken. Neben der Ausdauer wird hier auch die Konzentration, die Führung und der Gehorsam trainiert. Ein weiterer Vorteil ist, dass man nach kurzer Anleitung auch im eigenen Garten longieren kann.

Obedience
Beim Obedience absolviert der Hund ein bestimmtes Gehorsamsprogramm, vereint mit weiteren eingebauten Elementen wie das Apportieren, die Eigenindentifikation von Gegenständen, der Positionswechsel, das Vorausschicken, die Wesensfestigkeit und die Ablage. Es handelt sich hierbei nicht nur um die Unterordnung, sondern um die präzise und schnelle Ausführung dieser. Obedience wird auch in unserem Hundesportverein angeboten - mehr Informationen, Trainingszeiten und Preise finden Sie unter Obedience.

Treibball
Treibball ist ähnlich wie Schafe hüten und damit hervorragend für ambitionierte Hütehunde geeignet, wobei natürlich jeder Hund an diese Sportart herangeführt werden kann. Es stehen mehrere sehr große Bälle verteilt auf einer Fläche zur Verfügung, die der Hund auf Kommando und Richtungsanzeigen des Hundeführers mit seiner Nase ins Tor schieben muss. Das ist gar nicht so einfach und zwischen Hund und Mensch entwickelt sich bald ein perfektes Team, bei dem jeder auf den anderen achten muss. Gerade beim Treibball gilt: aller Anfang ist schwer, aber Durchhalten bringt bald auch erste Erfolge.

Turnierhundesport
Turnierhundesport - kurz THS genannt - ist eine schnelle Sportart für aktive Hunde und Halter. Diese setzt sich aus den Bereichen Unterordnung, Hindernislauf, Slalom und Geländelauf zusammen und verlangt ein eingespieltes Team, um die Aufgaben erfolgreich meistern zu können. THS wird auch in unserem Hundeverein angeboten - mehr Informationen, Trainingszeiten und Preise finden Sie unter Turnierhundesport.

Vielseitigkeitssport
Beim Vielseitigkeitssport (VPG) oder Schutzhundesport kann der Hund seinen Beutetrieb voll ausleben. Die Hunde werden aussschließlich auf den Ärmel konditioniert und es wird mit dem Beutetrieb gearbeitet. Auf Kommando muss der Hund in der Lage sein den Helfer zu stellen, auf seinen Ärmel loszugehen und auch in den höchsten Trieblagen wieder sofort loszulassen. Zum VPG gehört auch die Fährtenarbeit und die Unterordnung. VPG wird auch in unserem Hundesportverein angeboten - mehr Informationen, Trainingszeiten und Preise finden Sie unter Vielseitigskeitssport.

Zielobjektsuche
Bei der Zielobjektsuche - kurz ZOS genannt - lernt der Hund auf Kommando einen bestimmten Gegenstand aus mehreren vorhandenen mit Hilfe seines Geruchsinns zu erschnüffeln und anzuzeigen. Der Hund soll diesen nicht selbst aufnehmen. Trainiert wird mit dem Eigengeruch des Gegenstandes, der in den trainingsfreien Zeiten so aufbewahrt wird dass dieser möglichst erhalten bleibt. Aus dem Grund sind die Gegenstände in der Regel eher klein. Die Gegenstände können je nach Ausbildungsstand des Hundes offen oder in einem Behältnis versteckt werden.

Zugarbeit
Die Zugarbeit ist vor allem bei den Schlittenhunden bekannt, aber hierfür ist nicht notwendigerweise ein Husky erforderlich. Fast alle gesunden Hunde können Zugarbeit leisten. Die Größe des Hundes und das zu ziehende Gewicht bestimmen dabei, ob der Hund alleine, zu zweit oder als Rudel vor dem Gefährt gespannt wird. Ob Fahrrad, Roller, Scooter, Trike und im Winter Schlitten und Pulka - für welches Fahrzeug Sie sich entscheiden hängt von Ihren Ambitionen und der Motivation Ihres Hundes ab und nicht zuletzt natürlich von Ihrem Geldbeutel. Bei der Zugarbeit - egal ob dieser nur manchmal oder regelmäßig nachgegangen wird - muss der Hund ein entsprechendes Zuggeschirr erhalten, damit sich die Zugkraft auf den ganzen Hund verteilt und keine Schäden entstehen. Ein normales Geschirr reicht hierfür nicht aus! Ebenfalls erforderlich ist eine entsprechende Zugleine und ein Ruckdämpfer. Zugarbeit ist mehr als nur schnelles Rennen im Gelände - der Hund erhält unterschiedliche Kommandos vom Hundeführer, die er sicher befolgen muss. Ihm wird das Tempo und die Richtung vorgegeben, schließlich muss sich der Hund im Bedarfsfall auch stoppen lassen können. Der Hund sollte erst die Kommandos kennen, bevor er langsam und für kurze Strecken an den Wagen herangeführt wird.

 

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